Die Haut ist das flächen- und gewichtsmäßig größte Organ des Menschen und fungiert als Grenze zwischen Innenwelt und Außenwelt. Sie umfasst eine Fläche von ca. 1,7 Quadratmetern und hat einen Anteil von rund 16 % des Körpergewichtes. Als Kontaktstelle zur Umwelt muss sie verhindern, dass Wasser und Elektrolyte ungehindert aus dem Körper verloren gehen sowie schädliche Substanzen ins Innere des Körpers gelangen können.

Ebenfalls stellt sie die erste Verteidigungslinie des Immunsystems gegen eindringende Krankheitserreger dar. Hier spielen spezielle Abwehrzellen, die sogenannten Langerhans-Zellen, eine Rolle, die in der obersten Hautschicht (Epidermis) patrouillieren und bei Verdacht sofort Meldung ans Immunsystem geben. Zudem befinden sich in der Epidermis nützliche Mikroorganismen, die als Hautmikrobiom bezeichnet werden. Ist das Hautmikrobiom gestört, können verschiedene Krankheiten entstehen. Die Betroffenen empfinden dies als sehr belastend, weil Hauterkrankungen nach außen sichtbar sind und unangenehme Symptome verursachen können (z.B. Juckreiz, Rötung, Ekzem). Zudem ist die Haut ein wichtiges Mittel zwischenmenschlicher Kommunikation. Eine schöne Haut verbinden wir mit Gesundheit, Ausschlag hingegen löst Angst und Widerwillen aus.

Die Haut besteht aus 3 Schichten und übt verschiedene Funktionen aus:

  1. Die Oberhaut (Epidermis)

Diese ist gefäßlos und besteht aus mehrschichtigem verhornenden Plattenepithel, welches eine wasserabweisende und mechanisch schützende Schicht bildet und gleichzeitig der Haut Festigkeit gibt. Zudem enthält sie melaninproduzierende Zellen und Sinneszellen. Das Melanin schützt die Haut vor UV-Strahlung.

2. Die Lederhaut

Diese besteht aus Bindegewebe mit kollagenen und elastischen Fasern, welches wiederum Blutgefäße, Nerven, Haarfollikel, Fettgewebe, Talgdrüsen und Gänge von Schweißdrüsen enthält. Aufgrund ihrer Struktur und Zusammensetzung ist die Lederhaut dehnbar und reißfest.

3. Die Unterhaut

Die Unterhaut besteht aus lockerem Bindegewebe. In ihr befinden sich die Schweißdrüsen, die unteren Abschnitte der Haarbälge sowie Druck- und Vibrationskörperchen, aber auch Kälterezeptoren. Je nach Körperstelle und Körperbau ist in der Unterhaut Fettgewebe eingelagert, welches als Stoßpuffer, Kälteschutz und Energiespeicher dient.


Welche Faktoren können Hauterkrankungen hervorrufen?

Oft leiden die Erkrankten unter einem überempfindlichen bzw. geschwächten Immunsystem. Auch genetische Faktoren, Infektionen, Stress oder klimatische Bedingungen wie extreme Kälte oder Hitze können Ursachen für Hauterkrankungen sein.

Welche Hauterkrankungen treten am häufigsten auf?

  • Allergien: Der Organismus reagiert besonders überempfindlich gegenüber bestimmten Antigenen, die normalerweise nicht schädlich sind. Ausgelöst wird es durch Antigen-Antikörper-Reaktionen mit der Folge einer überschießenden Immunantwort.
  • Acne vulgaris: Bei dieser Hauterkrankung kommt es zur Bildung von Komedonen (Mitessern) aufgrund übermäßiger und veränderter Talgdrüsensekretion. Dies bewirkt eine verstärkte Verhornung der Talgdrüsenausführungsgänge, die zur Perifollikulitis führt.
  • Psoriasis: Hierbei handelt es sich um eine chronische, meist schubförmig verlaufende Hauterkrankung, oft mit genetischer Veranlagung mit gesteigerter Zellneubildung der Oberhaut, Verhornungsstörung, entzündlich-geröteten und scharf begrenzten Herden,die mit silbrig-glänzenden Schuppen bedeckt sind.
  • Neurodermitis: Bei dieser Erkrankung spielt die genetische Veranlagung eine große Rolle. Die Hautbarriere ist gestört, welches an den Defekten deutlich erkennbar ist. Die Keratinozyten können die Epidermis nicht fest genug zusammenhalten. Es wird zu wenig vom Protein Filaggrin produziert, welches am Verhornungsprozess der Keratinozyten beteiligt ist. Die Betroffenen haben eine rissige, trockene, gerötete und juckende Haut. Aufgrund der „Durchlässigkeit“ der Haut können Schadstoffe, Erreger und Allergene leichter eindringen. Deshalb leiden die Patienten oft zusätzlich unter Allergien und Hautentzündungen.
  • Herpes simplex-Infektion: Diese häufig auftretende Infektion wird von Viren verursacht. Man unterscheidet den Virus Typ 1 und den Virus Typ 2. Typ 1 befällt meist das Gesicht, die Augen, Nase, Mund oder die Lippen. Typ 2 befällt die Schleimhaut im Genitalbereich. Hauterscheinungen sind: typische, juckende, evtl. schmerzhafte und flüssigkeitsgefüllte Bläschenausschläge auf gerötetem Grund.
  • Mykose: Eine Mykose ist eine durch Pilze verursachte Infektionskrankheit. Diese Erkrankung entsteht häufig bei anhaltender Feuchtigkeit oder auf vorgeschädigtem Gewebe bei lokaler und allgemeiner Abwehrschwäche. Meist ist eine Pilzinfektion mit Rötung, Juckreiz, Schuppung und durch Risse gekennzeichnet.

Unterstützende Maßnahmen neben schulmedizinischer Therapie:

Eine allgemeine gesunde Lebensweise wirkt sich positiv in der Therapie zur Behandlung von Hauterkrankungen und Allergien aus. Es ist zu empfehlen, dass die Betroffenen stark gewürzte Speisen, Kaffee, Alkohol und Rauchen meiden oder nur in geringen Dosen verzehren sollten.

Neben einer gesunden Ernährungs- und Lebensweise können folgende Supplemente unterstützend eingesetzt werden:

  • Supplemente mit Zink: (trägt zur Erhaltung normalerHaut, Schleimhaut, Haare und Nägel und zur normalen Funktion des Immunsystems bei)
  • Supplemente mit L-Methionin: spielt eine große Rolle im Histaminstoffwechsel, die enthaltenen Methylgruppen beschleunigen den Abbau von Histaminen.
  • Nachtkerzenöl: Die enthaltenden Omega 6-Fettsäuren werden in die Haut eingebaut, stärken die Barrierefunktion und verringern Feuchtigkeitsverluste.
  • Omega 3-Fettsäuren: Die Gewebshormone (Prostaglandine), die aus den Omega-3-Fettsäuren entstehen, wirken entzündungshemmend, verringern die Blutgerinnung und wirken sich günstig auf den Blutdruck sowie bei der Prävention von Atherosklerose aus.
  • Supplemente mit Lysin: ist eine essentielle Aminosäure und verfügt über virusabweisende Eigenschaften. Es stärkt außerdem die Immunabwehr.

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