Das Lymphsystem ist zusammen mit dem Darm der bedeutendste Teil unseres Immunsystems.
Das Lymphsystem setzt sich aus 2 Teilen zusammen:

  1. Im gesamten Körper befinden sich Lymphgefäße, die sich zu einem Lymphgefäßsystem mit dazwischengeschalteten Lymphknoten vereinen. Die Gefäße sind gefüllt mit Lymphflüssigkeit (Lymphe).
  2. Die lymphatischen Organe (Milz, Mandeln, Lymphknoten, der Wurmfortsatz am Blinddarm sowie bestimmte Bereiche des Darms) unterstützen das Lymphgefäßsystem bei seinen Aufgaben.

Welche Aufgabe hat das Lymphsystem?

Im Vergleich zum Blutkreislaufsystem ist das Lymphgefäßsystem ein offenes System, die kleinsten Lymphgefäße (Lymphkapillaren) haben ihren Ursprung mitten im Gewebe und vereinen sich in immer größer werdende Lymphgefäße. Das Lymphsystem verfügt über keinen eigenen Antrieb, es kann sich aber am Lymphtransport mit peristaltikartigen Wellen beteiligen. Es ist auf die zusätzlichen Muskel- und Körperbewegungen (z.B. Atmung) angewiesen, um das Fließen der Lymphflüssigkeit zu gewährleisten.

Unser Lymphsystem transportiert täglich ca. zwei Liter Gewebeflüssigkeit, die sogenannte Lymphe.

Die Blutgefäße können nur feine Stoffwechselabfälle aufsammeln, die von den Zellen an den Zwischenzellraum abgegeben werden. Die Lymphflüssigkeit, die die umliegenden Zellen ernährt und Gewebe entwässert, transportiert aus allen Körperregionen gröbere Abfälle, Fette, Bakterien, Parasiten, Schlacken, entartete Zellen, Schwermetalle, Chemikalien und vieles mehr, die dann durch immer größere Lymphgefäße zu den Lymphknoten transportiert werden.

Hier finden die eigentliche Reinigung und Entgiftung statt, denn die Lymphknoten enthalten große Mengen an Abwehrzellen (Lymphozyten). Diese Zellen sind in der Lage, Gifte zu neutralisieren, Krebszellen zu vernichten, Bakterien zu eliminieren und Zellbruchstücke zu recyceln. Die gereinigte Lymphe wird über den Venenwinkel an das venöse Blutgefäßsystem abgegeben. Gelangen Erreger bis zum Venenwinkel, ohne eliminiert zu werden, ist die Gefahr groß, dass sie in das Blutsystem übergehen und dort zu einer Blutvergiftung führen.

Welche Folgen hat eine Störung des Lymphsystems?

Bei einem defekten Lymphsystem nimmt die Leistungsfähigkeit der Abwehrzellen ab, die Lymphflüssigkeit fliest langsamer und es kommt zum Lymphstau, welches durch Schwellungen und Ödeme zu erkennen ist. Ist das Lymphsystem mit der Reinigung überlastet, gelangt ungereinigte Lymphe ins Blut und es können sich Schlacken im gesamten Organismus ansammeln. Dies führt zunächst zu unspezifischen Symptomen, wie zum Beispiel Müdigkeit, Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit. Später können sich daraus ernsthafte Erkrankungen entwickeln, wie Hauterkrankungen, häufige Infektionen und Krebs.

Welche Maßnahmen können helfen, die Lymphflüssigkeit zu reinigen bzw. den Lymphfluss zu aktivieren?

  • regelmäßige Bewegung (Spaziergänge, Ausdauersportarten)
  • richtige Atmung, denn oft neigt der Mensch in Stresssituationen flach zu atmen, es entstehen nur kleine Bewegungen
  • Lymphmassage/ Lymphdrainage
  • Trockenbürstenmassage
  • ausreichende Trinkmenge (vorzugsweise stilles Wasser oder ungesüßte Kräutertees)
  • gesunde Ernährung mit möglichst frischen und unverarbeiteten Zutaten
  • Vermeiden von zu enger Kleidung
  • Saunagänge
  • den Darm unterstützen durch eine ausreichende Versorgung mit Probiotika und Präbiotika
  • Schwermetalle und andere Toxine mit Naturzeolith ausleiten
  • Enzyme und entwässernde Kräuter (z.B. Bromelain, Braunwurz, Schafgarbe…)

Folgende Kräuter können das Fließen der Lymphe unterstützen:

  • Die Braunwurz hat eine anregende Wirkung auf das Lymphsystem, das bedeutet, dass sie Stauungen auflösen kann und die Abschwellung von Lymphknoten, Mandeln und Brustdrüsen voranbringen kann.
  • Der Steinklee duftet wegen seines hohen Cumarin-Gehaltes nach Waldmeister und hat eine positive Wirkung auf verengte Gefäße und auf die Durchblutung. Er kann daher auch bei Venenleiden, bei Verstauchungen oder Prellungen (äußerlich) angewendet werden.
  • Die Ringelblume hat eine abschwellende, wundheilende und entzündungshemmende Wirkung. Ihre Blüten enthalten sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Saponine und Carotinoide, die immunstimulierend wirken.
  • Die Scharfgarbe wird zur Kräftigung und Stärkung der Leber, zur Galleflussanregung, zur Schleimhautregeneration, zur Entkrampfung, zur Wundheilung und Entzündungshemmung eingesetzt.
  • Die Blätter der Walnuss verfügen über eine blutreinigende und ausscheidungsanregende Wirkung, die schon seit der Antike bekannt ist. Die anfallenden und mobilisierten Giftstoffe werden dann über den Darm und die Nieren ausgeschieden.
  • Die Eselsdistel wird eingesetzt bei Herzschwäche, Husten, Verdauungs- und Gallebeschwerden. Sie wirkt auflösend, harntreibend und kreislaufstärkend.
  • Der Katzengamander kann beim chronischen Schnupfen oder Stockschnupfen, aber auch bei Schleimhautwucherungen und bei Borkenbildung angewendet werden.
  • Die Salizylsäure des Mädesüß ist wirksam bei Schmerzen, Fieber und Kopfschmerzen. Zudem hat Mädesüß eine schweiß- und harntreibende Wirkung.
  • In der asiatischen Pflanzenheilkunde gilt Gynura als Adaptogen. Gynura wirkt entgiftend, blutreinigend, cholesterinsenkend und lymphreinigend.
  • Die Meisterwurz unterstützt die Entgiftung der Leber, wird zur Regeneration der Schleimhaut eingesetzt, vor allem im Verdauungstrakt und kann auch als Allergiemittel angewendet werden. Zudem wirkt sie auch schmerzstillend sowie harn- und schweißtreibend.
  • Die wilde Möhre regt die Entgiftung und Ausscheidung über die Nieren an, wirkt stoffwechselanregend, entzündungshemmend und nervenstärkend und hat eine positive Wirkung auf den Blutzucker.

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